Sonntag, 23. Juni 2013

Hauptgedanke Essen

Eigentlich sollte in Hamburg alles anders werden.. besser irgendwie. Ich dachte, wenn ich alleine wohne, mit eigenem Geld wirtschaften muss, in einer neuen Umgebung bin, dann werd ich von alleine nicht mehr in alte Muster zurück fallen. 
Aber genau das ist eingetreten. Ich gebe unglaublich viel Geld für alle Formen und Varianten von Zucker aus - Eis, Schokolade oder Fertigprodukte. 
Statt abzunehmen, habe ich zugenommen und statt mich endlich in meinem Körper wohl zufühlen und Selbstbewusstsein zu entwickeln, fühle ich mich schlechter als je zuvor. Wann ist das alles geschehen? Wann genau ist das passiert, dass ich kein regelmäßiges Essverhalten mehr habe? Schon vor der Scheidung meiner Eltern, oder erst mit dem Auszug aus dem Umfeld, in dem ich groß geworden bin? 
Ich weiß noch, dass ich mir damals nie einen großen Kopf um Essen gemacht habe - Heißhunger hatte ich nicht, meine Mutter hat für mich gekocht und mir alle Entscheidungen bzgl Essen abgenommen - und ich war total normalgewichtig - weil ich mit Regeln lebte.
Dann der Auszug. Ich lebte mit meinem Vater zusammen - die ersten Wochen in der neuen Wohnung ohne Möbel, ohne irgendwas. Geschlafen habe ich auf dem Boden, Milchreis wurde auf 2 Platten gekocht und von Campinggeschirr gegessen. 
Auch da: kein Heißhunger. Man aß eben, damit man keinen Hunger hatte. 
Aber danach. Als das schlimmste überstanden war: Die Firma meines Vaters lief wieder, er hatte eine neue Freundin und ich fing an, die ganze Scheidungssache zu verarbeiten. Ab da ging es los. Und jetzt? Jetzt wünsche ich mir, dass ich Essen endlich wieder als Nebensache sehe - nicht als Hauptsache, die meinen kompletten Tagesablauf bestimmt.

2 Kommentare:

  1. ich verstehe dich nur zugut *drück*
    machst du dir wegen dem Essen vllt so viel druck?
    Vllt rebelliert dein Unterbewusstsein gegen deine eignen Regeln (war bei mir auch schon so...)
    oder bedrückt dich nicht vllt doch etwas?
    Hast irgendwo nicht doch Angst allein zu leben?
    Ich will dich nicht ausquetschen nur anstöße geben - bei mir war es so dass selbst wenn ich am Anfang nicht wusste warum ich eine FA hatte gab es am Schluss immer einen tieflegenden Grund...
    und die suche nach dem Studiengang ist immer noch aktuell ;)
    Gesundheitswissenschaften wären echt cool :)
    würde am liebsten Sport,Psychologie & Ernärhung kombinieren, wenn das irgendwie geht :D
    ich wünsche dir alles Gute
    :)

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